Statement Philipp Müller
Entlastung für die Gemeindeexekutive
Die Professionalisierung der Führung einer Gemeinde ist ein immerwährender Prozess, der laufend weiterentwickelt werden muss. Aussagen wie «das haben wir schon immer so gemacht» oder «wir sind bestens organisiert, Änderungen drängen sich nicht auf», sind heute gegenüber dem Steuerzahler nicht mehr zu verantworten!
Aufgrund ihrer Komplexität und der benötigten finanziellen und personellen Ressourcen erfüllen die Gemeinden bereits heute viele ihrer Aufgaben gemeindeübergreifend mit professionellen Strukturen (Schulen, Wehrdienste, Sozialdienste, Abwasserentsorgung, Winterdienste usw.). Wichtig dabei ist eine klare Trennung in strategische und operative Arbeit sowie die Unterstützung kompetenter Mitarbeitenden. Nur so kann ein Exekutivmitglied auch im Nebenamt Aufgaben im Ressortsystem bewältigen.
Für eine gute Akzeptanz in der Bevölkerung sollten Exekutivmitglieder nach wie vor durch Wahlen in der Gemeinde bestimmt werden. Ein «Gemeinde-CEO» für den operativen Bereich ist hingegen nach rein fachlichen Kompetenzen zu suchen (öffentlich-rechtlich angestellt). Ein «CEO» darf allerdings nie so bestimmend werden, dass bei einem Wechsel das Wohl der Gemeinde auf dem Spiel steht. Die Exekutive, also der Gemeinderat, muss auch in Zukunft klar führen und die volle Verantwortung gegenüber den Stimmbürgerinnen und Stimmbürger übernehmen!


