Freitag 10. September 2010
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Statement Katharina Prelicz-Huber

Duales Bildungssystem auch in Zukunft

Katharina Prelicz-Huber Nationalrätin Grüne, ZH

Eine individuell fördernde, qualitativ hochstehende Bildung ist ein Grundrecht und muss allen gleichberechtigt entsprechend ihren Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Sie ist eine wichtige strategische Investition zur Bewältigung der globalen Entwicklungen und Krisen. Ich gehe mit dem Weissbuch einig, dass eine umfassende Entfaltung der menschlichen Kompetenzen und die Befähigung zu aktiver und selbstbestimmter Teilhabe am öffentlichen Leben im Zentrum stehen sollen. Dazu braucht es eine ganzheitliche Bildung, die mathematisch-naturwissenschaftliche, soziale und musisch-gestalterische Bereiche berücksichtigt. Nach der Volksschule ist für die einen eine Berufslehre, für die andern ein Studium und für die Dritten die spätere Fachhochschule der richtige Weg. Ich gehe mit dem im Weissbuch stark fokussierten Hochschulweg nicht einig und bin überzeugt, dass wir auf ein duales Bildungssystem bauen müssen. Denn es braucht auch in Zukunft nicht nur studierte Menschen. Die Berufsbildung muss aber durchlässig und entwicklungsfähig sein und den späteren Hochschulweg offen halten. Der eingeschlagene Weg, der auch eine nationale Bildungspolitik anstrebt und international zusammenarbeiten will, zielt in diese Richtung. Die SozialpartnerInnenschaft – in Zukunft mit noch stärkerem Einbezug der Wissenschaft – hat sich bewährt. Und natürlich braucht es die nötigen Mittel – in etwa 10% des BIP.

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