Freitag 3. September 2010
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Nachgefragt

SKR: Für welche Art Institution respektive in welcher Geschäftslage ist eine Umstellung auf Open Source besonders lohnenswert?

Matthias Stürmer
: Es macht meiner Meinung nach für jede Institution, die substanzielle IT-Kosten hat, Sinn, eine Open-Source- Strategie inklusive konkreten Umsetzungsmassnahmen auszuarbeiten. Das kann jeder machen, ohne von heute auf morgen migrieren zu müssen. Wir beobachten, wie einige Kantone, Firmen und Bildungsinstitutionen ihren Software-Einsatz so planen, dass sie künftig eine reale Option haben, den Wechsel zu vollziehen. Sie müssen im Endeffekt nicht migrieren, erlangen aber mindestens die Verhandlungsstärke mit einer Oracle oder SAP.

SKR
: Setzt der Bund auch stellenweise OSS ein, wie zum Beispiel bei Browsern, OpenOffice oder für Serversoftware? Wo und wieso wird OSS eingesetzt?


Peter Fischer
: Der Bund setzt OSS im Serverbereich sehr breit ein, über ein Viertel der Server des Bundesamtes für Informatik laufen unter Linux. Ein grosser Teil des Internetauftritts der Bundesverwaltung wurde mit der OSS Apache realisiert. Weitere Beispiele sind der Einsatz von Perl, PHP, Plone, Firefox, Eclipse, OpenLDAP und OpenSSL, um nur einige zu nennen. OSS wird dann eingesetzt, wenn sie in der Gesamtevaluation (Effektivität, Wirtschaftlichkeit, Interoperabilität etc.) am besten abschneidet. Genauso wie proprietäre Software.

SKR: Wir danken Ihnen bestens für das Gespräch.


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