Road Pricing - Statement Franziska Teuscher
Wer verschmutzt, bezahlt
Nach den Schusswaffen gibt es keine andere menschliche Erfindung, die mit soviel Leid verbunden ist wie der Verkehr. Jedes Jahr sterben weltweit eine Million Menschen im Strassenverkehr, die Zahl der Verletzten beträgt 35 Millionen. Der Verkehr ist aber auch eine der wichtigsten Quellen für das Treibhausgas CO2. Bis 2030 sagen Experten ein Verkehrswachstum von 80 Prozent voraus. Dies wird den Klimawandel beschleunigen. Die Zahl der Unfallopfer wird sich verdoppeln. Auf fast wundersame Weise konnte bisher die Autolobby verhindern, dass Unfall- Stau- und Umweltkosten dem Verkehr angelastet werden. Weil der Preis für die Mobilität zu tief ist, ist die Nachfrage gross. Mit Road Pricing können bisher ungedeckte Kosten den einzelnen Verkehrsteilnehmenden verursachergerecht angelastet werden. Wer verschmutzt, bezahlt. Die Autofahrenden sollen eine Art Eintrittsgeld bezahlen, wenn sie ins Stadtzentrum fahren. So kann man die Nutzung der vorhandenen Kapazitäten gezielt steuern. Die Agglomerationen können selbst über Art und Höhe der Abgaben entscheiden. Doch eines steht fest: Die Einführung von Road Pricing macht ökologisch nur Sinn, wenn die Einnahmen in den öffentlichen Verkehr sowie in die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs fliessen.


