Gesundheit / Vorsorge
04.07.08
Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern: Vermehrte Anstrengungen gegen den drohenden Ärztemangel
Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern teilt die Einschätzung einer Prognose des Schweizerischen Gesundheitsobversatoriums, dass es in den kommenden zwanzig Jahren zu erheblichen Lücken bei der ambulanten medizinischen Versorgung kommen könnte. Mit den auf kantonaler Ebene möglichen Massnahmen gegen den drohenden Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten beschäftigt sie sich seit einiger Zeit.
Durch die demografische Alterung steigt die Zahl der ambulanten Arztbesuche stark an. Gleichzeitig geht die Zahl der praktizierenden Ärztinnen und Ärzte zurück. Dieser Trend könnte dazu führen, dass im Jahr 2030 drei von zehn Arztkonsultationen nicht mehr abgedeckt werden können. Diese Prognose stellt das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Lausanne, das im Auftrag des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums die Entwicklung der ärztlichen Versorgungslage untersucht hat. Für die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern bestätigt diese Prognose ihre bisherigen Annahmen. Für sie ist auch klar, dass der drohende Mangel an Ärztinnen und Ärzten von allen im Gesundheitswesen tätigen Partnern nach der Präsentation der neuesten Untersuchung noch ernster genommen werden muss als bis anhin.
Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit dem Problem der ambulanten medizinischen Versorgung. Sie unterstützt insbesondere Projekte und Massnahmen, die mithelfen, eine qualitativ gute medizinische Grundversorgung mit Ärztinnen und Ärzten in allen Regionen des Kantons sicherzustellen. Für sie steht aber auch fest: Nur gemeinsame Anstrengungen mit allen im Gesundheitswesen tätigen Partnern können die drohende ambulante medizinische Unterversorgung abwenden. Daher wird sich die Gesundheits- und Fürsorgedirektion weiterhin mit allen Partnern für eine gute ambulante medizinische Grundversorgung engagieren. Insbesondere will sie ihre Bestrebungen auch in der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, den Bundesbehörden und bei den Standesorganisationen einbringen.
Staatskanzlei Kanton Bern
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